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Koolo-Hinde VII - 2013

Bericht zur den Aktivitäten von M.A.N.G.O (medizinische Aktionen in Guinea. E.V.) 2013

2012 hatten wir den Bau des Patientenhaus in Koolo Hinde mit 6 Zimmern beendet. Zur gleichen Zeit hatten wir Spenden in der Höhe von 50.000€ gesammelt um im Januar 2013 einen erweiterten medizinischen Einsatz zu starten. Das medizinische Material – ein neuer Generator, OP Material, Gehhilfen und vieles mehr - wurde im November in einem Container nach Conakry verschifft. Leider wurde der Weitertransport vom Zoll in Conakry verzögert, so dass Liegegebühren von 2000€ im Hafen von Conakry anfielen. Erst der Intervention des deutschen Botschafters ist es zu verdanken, dass der Container nach Koolo Hinde weiter transportiert werden konnte. In Koolo aber arbeitete seit dem 7.1.2013 das 1. Team von Mango mit 2 Chirurgen, einer Gynäkologin, einem guineischem Arzt, 2 Anästhesisten und 5 Pflegekräften mit dem Restmaterial von den Einsätzen von 2009 und 2011. Der Container kam erst in der letzten Woche. Trotzdem konnte durch Improvisation zahlreiche Operationen durchgeführt werden. Z.B. erfolgten 100 Konsultationen in der Gynäkologie und Operationen von Lippen-Gaumenspalten.>

Auf Grund der Mundpropaganda und Radioaufrufe waren Kranke aus den umliegenden Gemeinden nach Listen der Distriktchefs oder auch direkt nach Koolo gefahren und warteten angesehen zu werden. Teilweise 4 Wochen. Wir wählten die Patienten nach der Dringlichkeit aus, die in den nächsten Wochen operiert werden konnten. Am 25.1. wurde das 1. Team durch ein 2. abgelöst, das sofort mit der Arbeit begann. Dank der guten Vorarbeit wurden unter jetzt guten Bedingungen bei hohem medizinischem Standard die OPs durchgeführt.

  • 110 Hernien
  • >26 Schilddrüsen OPs
  • 29 Tumore
  • 19 gynäkologische Operationen, 3 Fisteln
  • 4 Lippenkiefergaumenspalten
  • 2 Notoperationen ( 1 perforierte Appendizitis)
  • 22 Anale Operationen
  • 1 Oberschenkelamputation
  • insgesamt 248 Operationen

Die meisten Patienten erhielten eine Spinalanästhesie, Kinder, Schilddrüsen, Tumore eine Intubationsvollnarkose. Komplikationen traten bis auf 2 Infektionen der Wunde erstaunlicherweise nicht auf. Die Patienten blieben meist 2-3 Tage in dem Patientenhaus. Der Poste de Sante brauchte deshalb nicht voll belegt zu werden. Am Ende des Einsatzes kam es noch zu einem großen Andrang von Patienten aus den Distrikten, die keinen Termin mehr erhalten hatten. Diese mussten nach Untersuchung auf 2014 vertröstet werden.Jeder Kranke musste für eine Konsultation 1000 GF, für eine Operation 10.000 – 20.000 GF zahlen, Kinder nichts. Mit diesem Geld wurden die einheimischen Helfer (Wäscherinnen, Hausmeister, Köchinnen usw) bezahlt. Insgesamt wurde von uns 60.000€ ausgegeben, so dass jede OP ungefähr 200€ kostete. Ein Großteil der Kosten machten die Transportkosten aus. Der Einsatz wurde 1 Woche von einem TV Team des hessischen Rundfunks aus Frankfurt begleitet. Der Film wurde im Fernsehen gezeigt und führte zu großen Spendeneinnahmen. Am 11.2.2013 fuhren wir zurück nach Conakry um uns dann noch 3 Tage auf der Insel Kassa zu erholen. Einen Tag früher als geplant, da eine Demonstration geplant war. Inzwischen wurde wegen der zahlreichen Spenden ein neuer Einsatz Januar 2014 beschlossen. Es fehlen aber noch zahlreiche Geräte, die noch beschafft werden müssen: Sonografie Gerät, O2 Konzentrator, Nahtmaterial und eine Tauchpumpe für die Wasserversorgung des Zentrums.

Bericht Team 1

Team 2013Am 04.01.2013 ging die große Reise los. Treffen der Frankfurter Teammitglieder am Flughafen Frankfurt, sehr früh, aber alle hellwach, voller Spannung was die nächsten 3 Wochen auf uns zukommt, ein Teil des Teams war zum ersten Mal dabei. Einchecken, Koffer umpacken, Gespräche, auch mit Nina und Uli vom HR, denn die Mission sollte festgehalten werden in einer Reportage. Verabschiedung. Durch die Sicherheitschecks, was in Frankfurt sehr unproblematisch war.

Erstes Ziel Paris, dort angekommen Hektik, weil der Pariser Flughafen alles andere als übersichtlich ist, lange Warterei auf den Flugbegleitservice für Angelika, aber irgendwann ging es dann doch los. In Paris erstes Treffen mit dem Teil der Mannschaft der aus München kam. Flug 6 Stunden nach Conakry, insgesamt undramatisch, Flug über endlose Wüste der Maghreb-Staaten.

Ankunft Conakry

Nach dem Verlassen des Flugzeugs erst einmal Luft holen, Wärme!!!!! Ja...Hitze. Kleiner Flughafen, Hektik. 2 Koffer sind nicht angekommen, ansonsten alles da, was vor allem wegen der Medikamente die in den Koffern waren wichtig war, leider eine Tasche mit der Absaugpumpe nicht angekommen. Jemanden zu finden, der sich fühlte für die verloren gegangenen Koffer war nicht einfach, Gespräche über den Transport nach Koolo Hinde durch Air France fruchtlos, die Meldung über die verlorenen Koffer beim Flughafenpersonal ziemlich langwierig, da, auch in Guinea bestimmte, sehr ernst genommene Regularien gelten. Lamine – unser Führer in Conakry, ein alter Schulfreund von Alimou - hatte den Transport zum Hotel organisiert, in der Nachmittagshitze also los durch den Wahnsinn, das Chaos des täglichen Staus einer afrikanischen Großstadt. Staub. Dreck. Autos, Autos, Autos, manches Gefährt nicht sehr vertrauenswürdig. Autos vollgepackt mit Menschen und Transportgütern. Vorbei an Straßen Ständen mit allem, vom Fleischspieß bis zum Altöl alles, keine Geschäfte, Bretter-, Wellblechverschläge mit den Gütern auf der Straße ausgestellt. Faszinierende Bilder.

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Bericht Team 2

Conakry

Lamine war wie stets als pünktlicher Führer der teuren Busse innerhalb Conakrys zur Stelle. Allerdings konnte er die Staus auch nicht umgehen, die bei unserer Ankunft alles lahm legten. Dann kam der große Schock: Die Hafengebühren für die Containerlagerung von 6 Wochen schlugen mit € 2.100,-- zu Buche

Koolo Hinde

Nach der anstrengenden Fahrt mit vielen, neuen Schlaglöchern erreichten wir am Samstagabend, dem 26.01.2013 das gut vorbereitete Koolo Hinde. Neue Betten! Fließendes Wasser in Bad und WC! Neue Moskitonetze! Ein aufgeräumtes Lager!  Zusätzlich überraschte uns eine neue Köchin, Mdme. Bella, mit ihren hervorragenden Kochkünsten.

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Bilder vom Einsatz Koolo-Hinde 2013

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