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Mango e.V.

Afepe in Guinea

Der Partnerverein von Mango e.V. in Guinea hat in Dare Salam, einem kleinem Dorf nicht weit von Koolo Hinde, unter der Leitung von Djenabou Barry den Bau einer neuen Schule fertig gestellt. Diese wurde nun nach 2 Jahren der Planung und des Baus fertig eröffnet. Djenabou Barry besuchte die Schule während unseres Aufenthaltes im Dezember. Bis zur Fertigstellung des Schulgebäudes mussten die Kinder 8 Kilometer zu Fuß bis zur nächsten Schule laufen. Viele Kinder konnten somit gar nicht zur Schule gehen. Der Bau der neuen Schule wurde von Mango e.V. finanziell unterstützt. Die Schule wurde ausschließlich mit lokalen Kräften und einheimischem Material gebaut. Bisher bietet die Schule die Kapazität für die ersten beiden Schuljahre. Aber gerade die Kleinsten konnten den bisherigen, beschwerlichen Weg nicht auf sich nehmen und haben die Schule nicht besucht.

Bericht über unsere Reise nach Koolo Hinde Teil 1

Seit über einem Jahr planten wir die Reise eines kleinen Teams nach Koolo Hinde. Die politische Situation und auch die Corona-Pandemie verhinderten aber einen früheren Termin. Die Ziele der Reise waren: Erkunden der Reisebedingungen in Guinea. Seit mehreren Jahren verschlechtert sich der Zustand der Straße ins Landesinnere. Eigentlich ist die Straße nur noch zu 20 % befestigt; Inspektion des OP-Zentrums auf bauliche Schäden; Check aller Geräte; Inventur im Zentrum und im Lager; Ordnen und inventarisieren des Containerinhalts. Zum Ende des letzten Einsatzes, bei dem das Team aus Sicherheitsgründen abreisen musste, kam der Materialcontainer in Koolo an. Der Inhalt wurde im Lager nur abgelegt. Am Freitag, den 3.12. traten meine Frau Michaela und ich unsere Reise aus Immenstadt an. Wir fuhren im Schneesturm nach München und checkten dort ein. Unser Flug führte uns über Paris nach Conakry, wo wir gegen 21.00 Uhr ankamen. Leider kamen von unseren 4 Koffern nur einer an. Da die Reklamation einige Zeit in Anspruch nahm, kamen wir erst spät im Hotel Atlantic View an. Es wurde uns aber die Ankunft des Gepäcks am nächsten Abend zu gesagt. Am Flughafen wurden wir von Mamadou Barry abgeholt. Er hat unsere Reise (Hotel, Autos etc.) hervorragend begleitet und organisiert. Er half uns unsere sprachlichen wie auch organisatorischen Barrieren zu überwinden. Vielen Dank. Wir beschlossen, unsere Reise einen Tag später nach Koolo Hinde anzutreten, um auf die Koffer zu warten. Leider erwies sich dies als sinnlos, da die Gepäckstücke erst am 5. Und 6. 12. eintreffen sollten. Den Tag verbrachten wir im Hotel und einem kleinen Ausflug in die Umgebung des Hotels. Um keinen weiteren Tag zu vergeuden, haben wir die Reise nur mit unserem Handgepäck angetreten. Vorrausschauend haben wir aber dort unsere persönlichen Dinge eingepackt. Die Reise selbst erwies sich, wie vermutet, als sehr beschwerlich. Größtenteils war die Straße unbefestigt. Das von Mamadou gemietete Auto war geländegängig und einigermaßen zuverlässig. Der Fahrer steuerte das Fahrzeug sehr umsichtig. An vielen Stellen waren aber Straßenbauarbeiten zu beobachten. Hoffentlich ist die Straße bis zum nächsten Einsatz fertig. Schließlich kamen wir kurz nach Anbruch der Dunkelheit, gen 20.00 Uhr, in Koolo an. Wir wurden herzlich von bekannten Gesichtern empfangen. Djenabou Barry aus Frankfurt und unsere erfahrene Köchin Patricia aus Conakry sind schon einige Tage eher angereist um alles in Koolo Hinde vorzubereiten. Nach einem leckeren Abendessen ging dieser beschwerliche Tag zu Ende.
 

 

Putsch in Conakry

Die Bewohner Conakrys sind am 05.09.2021 durch einen Putschversuch durch Teile des Militärs aus Schlaf gerissen worden. Die Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung, die im Jahr 2018 im Leben gerufen wurde, hat den gewählten Präsidenten abgesetzt, die jetzige Regierung und die Verfassung suspendiert.Wie ist denn diese Situation entstanden?Der abgesetzte Präsident Alpha Condé (82 Jahre alt) hat im Februar letzten Jahres, sechs Monaten vorm Ende seiner letzten Amtszeit, eine neue Verfassung zum Referendum gestellt, die eine weitere Amtszeit ermöglichen soll. Das Referendum stieß damals auf einen erheblichen Wiederstand landesweit. Mango mittendrin, war aufgrund der Sicherheitslage für seine Mitglieder gezwungen, Team1 aus dem Land zurückzuholen und die Reise für die bereitstehende Teams abzusagen.Im Oktober 2020 fand die Präsidentenwahl statt. Der umstrittene Präsident wurde wiedergewählt. Nach dieser Wahl hat sich die Regierung wenig bemüht, die gewaltige Probleme des Landes zu lösen. Neben der Corona-Pandemie hat das Land noch Ebola-Fälle und Fälle des Marburg Fieber registriert. Der mangelnde Wille der Regierenden, bei der Korruptionsbekämpfung hat die Finanzhilfe aus dem Ausland in der letzten Zeit drastisch reduziert. Die willkürlichen Verhaftungen von Politikern der Oppositionsparteien und von Personen der Zivilgesellschaft haben neben der Pandemie das Misstrauen und die Unzufriedenheit der Bevölkerung weiter erhöht. Deshalb erlebt sie zurzeit diesen Putsch als eine temporäre Linderung ihres Leidens.Wie geht es weiter?Es ist schwer eine Vorhersage zu treffen. Fakt ist, es ist eine korrupte Regierung abgesetzt worden. Das Militär plant eine neue Verfassung. Die Zeit bis zum Wiedereinsetzen ziviler Strukturen ist bisher nicht bekannt.Mango prüft die Lage und plant im Dezember 2021 eine Reise für ein kleines Team zu organisieren. Das Team soll während des Einsatzes die komplette Liegenschaft inspizieren.eine Inventur im Lager und im OP-Zentrum durchführen und die Wasserversorgungsanlage (Brunnen, Solarpaneele und Wasserleitungen) prüfen und ggf. reparieren. Von den der Lage und den Eindrücken im Lande zur Vorbereitung des künftigen Einsatzes ist zu berichten. Hauptaugenmerk wird hier der Zustand der 350 km Nationalstraße sein, die zurzeit aufgrund von Sanierungsarbeiten aufgerissen ist und nach 15 Monaten keinen Km Asphalt erhalten hat.

Mango 2021

Auch wenn es um Mango in der letzten Zeit ruhiger geworden ist, arbeiten wir weiter an unserem Projekt. Die politischen Unruhen in Zuge der Wahl des Präsidenten, die Corona Epidemie und der miserable Zustand der wichtigsten Straße im Land, verhinderten einen Einsatz 2021. Der nächste Einsatz ist für den Anfang  2022 geplant. Da einige Chirurgen bekundeten, nach vielen Jahren nicht mehr Koolo-Hinde reisen zu wollen (auf Grund ihres Alters bzw. der eigenen Gesundheit), werden wir auch wieder neue Mitstreiter suchen müssen.
Im Herbst werden wir versuchen, ein kleines Team nach Guinea  zu schicken, um organisatorische Vorbereitungen zu treffen. Es müssen Reparaturen am Zentrum durchgeführt werden. Die Solarpumpe ist leider wieder ausgefallen. Das Material muss gesichtet werden, da die Abreise des letzten Teams recht übereilt stattfinden musste und der Container wieder zu spät aus dem Hafen frei gegeben wurde, Das Material liegt unsortiert in unserem Lager. Der Verein muss für kommende Einsätze neue Partner in Guinea finden, die unsere Einsätze im Land vorbereiten.  Dazu sind Gespräche unseres Vereinsvorsitzenden Bailo Barry geplant. Diese Reise war ursprünglich im Frühjahr geplant. Die o.g. Situation ließ eine sichere Reise aber nicht zu.

Liebe Freunde

das Jahr 2020 neigt sich dem Ende und um Mango ist es ruhig geworden. Die aktuelle Lage der weltweiten Coronapandemie und auch die politische Lage in Guinea macht uns eine aktive Arbeit in Guinea unmöglich. Der Einsatz 2020 musste abgebrochen werden.Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen wurde in diesem Jahr die Wahl des Präsidenten durchgeführt. Damit geht eine zweijährige politische Krise zu Gunsten des alten Präsidenten zu Ende. Dieser hatte im Februar dieses Jahres, sechs Monaten vor Ende seiner letzten Amtszeit, eine Verfassungsänderung zur Abstimmung gestellt, die eine weitere Amtszeit des Präsidenten ermöglichen soll. Dieses Referendum stieß damals auf erheblichen Wiederstand landesweit. Auf grund der Sicherheitslage war der Verein gezwungen, das Team1 aus dem Land zurückzuholen und die Reise für 2 weitere Teams abzusagen.Die weitere Amtszeit ändert nicht viel für die Menschen in Guinea. Es gibt weiterhin keinen regelmäßigen Strom, kein Leitungswasser und keine adäquate medizinische Versorgung. Glücklicherweise hat die Corona-Pandemie wenige Opfer gefordert. Die überschaubare Zahl von Corona-Opfern ist der geringen allgemeinen Lebenserwartung in Guinea (65-jährige sind eine Rarität) geschuldet. Zur Pandemiebekämpfung spendete Mango Masken für die Dorfbewohner in Koolo und Hygiene-Kits für die Grundschule. Die Masken wurden vom Dorfschneider angefertigt.Mango wird sich bemühen, sobald die Lage es zulässt, weiterhin einen Beitrag zu leisten. Für 2021 hatte Mango aufgrund der prekären Lage keinen Einsatz in Guinea geplant. Stattdessen prüft Mango, im Februar 2021 eine Reise für ein kleines Team zu organisieren. die Aufgaben des Teams sollen sein: • Inspektion der kompletten Liegenschaft • Aufräumen und Inventur des Materials (der Inhalt des verspäteten Containers konnte nur provisorische abgestellt werden) • Prüfung der Wasserversorgungsanlage (Brunnen, Solarpaneele und Wasserleitungen) • Erkundung der Lage und Eindrücke im Lande zur Vorbereitung des künftigen Einsatzes, Hauptaugenmerk wird hier der Zustand der 350 Km Nationalstraße sein, die zurzeit aufgrund von Sanierungsarbeiten aufgerissen ist. Die Reise innerhalb eines Tages nach Koolo-Hinde scheint kaum möglich. Auf diese Tätigkeiten muss sich der Verein beschränken. Trotz alledem blicken wir voller Hoffnung in die Zukunft. Die finanzielle Lage des Vereins ist stabil.  Wir wünschen Euch in dieser Zeit eine friedliche Weihnacht und einen guten Start ins neue Jahr. Wir wünchen Euch, Euren Familien und uns vor allen Dingen Gesundheit und Wohlergehen in dieser besonderen Zeit. Für den Vorstand Bailo Barry, Andreas Schulze

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Spendenkonto

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Empfänger: Mango e.V.

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